37 tagenet betreten hat!“ rief der Chriſt aus, von ſeinem Lager aufſpringend.
„Hal was ſagte der Giaour?“ rief der Emir aus, ſeine Hand an das Heft ſeines Dolchs legend, waͤhrend ſeine Stirne, wie blinkendes Kupfer, gluͤhte, und die Muskeln ſeiner Lippen und Wangen krampfhaft ſich bewegten, bis jede Locke ſeines Bartes ſich zu drehen und zuſammenzupreſſen ſchien, als ob eine inſtinctmaͤſ⸗ ſige Wuth ſie beſeelt haͤtte. Allein der ſchottiſche Rit⸗ ter, der Richards Loͤwengrimme Stand gehalten hatte, erblaßte nicht bey der tigerartigen Wuth des erhitzten Saracenen.
„Was ich geſagt habe“, erwiederte er⸗ mit furcht⸗ loſen Blicken und übereinander geſchlagenen Armen, „wurde ich zu Fuß oder zu Roß gegen alle Sterblichen behaupten, und ich wuͤrde es nicht fuͤr die denkwuͤrdigſte That meines Lebens halten, es mit meinem guten Saͤ⸗ bel gegen hunderte dieſer Sicheln und Nadeln(er deu⸗ tete hier auf den Saͤbel und Dolch des Emirs) durch⸗ zuſetzen.“
Der Saracene faßte ſich, waͤhrend der Chriſt ſprach,
wieder in ſo weit, daß er die Hand von ſeiner Waffe
zuruͤckzog, als ob die Bewegung ohne Bedeutung gewe⸗ ſen waͤre; allein er war noch immer hoͤchlich erzuͤrnt. „Bey dem Schwerdte des Propheten“, ſagte er, „das der Schluͤſſel zu Himmel und Hoͤlle iſt, derjeni⸗ ge, Bruder, ſchaͤtzt ſein Leben nicht hoch, der eine ſol⸗ che Sprache fuͤhrt, wie Du„Glaube mir, waͤren Deine


