Teil eines Werkes 
9. Band, Erzählungen von den Kreuzfahrern : 2. Erzählung, Der Talisman : 4. Theil (1826) Tales of the Crusaders. The Talisman
Entstehung
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9 3 3 fahrers vorbei kamen. Endlich hatten ſie die letzten Verſchanzungen im Ruͤcken und der Zug formirte ſich zum Marſche mit militaͤriſcher Vorſicht. Zwei oder drei Reiter ritten als Vortrab voran; ein paar andere blieben eine Bogenſchußweite als Nachtrab hinter dem Trupp zuruͤck, und wo es der Boden nur zuließ, wur⸗ den andere detaſchirt, um die Flanken zu decken. Auf dieſe Weiſe ruͤckten ſie vorwaͤrts, waͤhrend Sir Ken⸗ neth, auf das mondbeleuchtete Lager zuruͤckſchauend, ſich jetzt, da er der Ehre und Freiheit zugleich beraubt war, in der That von den glaͤnzenden Panieren, unter denen er neuen Ruhm einzuaͤrndten gehofft hatte, und von den Zeltwohnungen der Ritterſchaft der Chriſten⸗ heit und der Edith Plantagenet verbannt denken konnte.

Hakim, der neben ihm ritt, bemerkte nach ſeiner gewoͤhnlichen Spruchweisheit:es iſt nicht weiſe, ruͤck⸗ waͤrts zu ſchauen, wenn die Reiſe vor uns liegt; und waͤhrend er dieß ſagte, machte das Pferd des Ritters einen ſo gefaͤhrlichen Fehltritt, daß es dem Spruche eine praktiſche Moral beizufuͤgen drohte. 3

Der Ritter ward durch dieſen Wink bewogen, der Leitung ſeines Pferdes mehr Aufmerkſamkeit zu ſchen⸗ ken; denn es bedurfte mehr als einmal der Huͤlfe des Zaums, obſchon in andern Hinſichten nichts leichter und zugleich behender ſeyn konnte, als der Paß, in welchem das Thier(eine Stute ſeines Geſchlechts) vorwaͤrts ſchritt.