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Laute, die ſeine mißlingenden Verſuche begleiteten, bewogen den guͤtigen Arzt, von ſeinen allzufruͤhen Troͤ⸗ ſtungsverſuchen abzuſtehen. Er ließ ſeinen neuen Die⸗ ger, oder Gaſt, ruhig ſeinem Kummer nachhaͤngen, und nachdem er alle noͤthigen Anordnungen zu ihrer Abreiſe am nächſten Morgen getroffen hatte, ſetzte er ſich auf den Teppich des Zeltes nieder, und genoß eine maͤßige Mahlzeit. Nachdem er ſich ſo erfriſcht hatte, wurden dem ſchottiſchen Ritter aͤhnliche Speiſen vor⸗ geſetzt; allein obſchon ihm die Sclaven zu verſtehen gaben, daß am kommenden Tage die Sonne weit vor⸗ rüͤcken werde, ehe ſie Halt machen wuͤrden, um Erfri⸗ ſchungen zu genießen, ſo konnte doch Sir Kenneth ſein Abneigung gegen jede Art von Speiſe nicht uͤberwin den, und zu nichts, als zu einem Trunke kalten Waß⸗ ſers, bewogen werden.
Er war noch wach, lange nachdem ſein arabiſcher Wirth ſeine gewoͤhnlichen Andachtsuͤbungen verrichten, und ſich zur Ruhe begeben hatte. Auch hatte der Schlaf ſeine Augenlieder um Mitternacht nicht be⸗ ſucht, wo unter dem Geſinde eine Bewegung entſtand, die, obſchon von keinem Geſpraͤch und nur von wenigem Geraͤuſche begleitet, ihn wahrnehmen ließ, daß ſie die Kameele luden, und Anſtalten zum Aufbruche trafen. Im Laufe dieſer Vorkehrungen war, den Arzt ſelbſt ausgenommen, der Ritter von Schottland die letzte Perſon, die geſtoͤrt wurde. Ungefaͤhr um 3 Uhr Mor⸗ gens kuͤndigte ihm eine Art Major⸗Domus oder Haus⸗


