.— 6. herabgeſtuͤrzt, mit dem Leben davon gekommen, und kaum noch im Stande iſt, ſich von dem unheilvollen Orte wegzuſchleppen, jedoch ohne die ganze Groͤße des erlittenen Verluſtes berechnen zu können.
In dem Zelte angekommen, warf er ſich, ohne den geringſten Laut von ſich zu geben, anf ein Lager von gehoͤrig zubereiteter Buͤffelhaut, das ihm ſein Fuͤh⸗ rer angewieſen hatte, verbarg das Geſicht in den Haͤn⸗ den und ſeufzte tief, als ob ihm das Herz brechen wollte. Der Arzt hoͤrte ihn, als er ſeiner zahlreichen Dienerſchaft den Befehl ertheilte, die noͤthigen Vor⸗ kehrungen zu ihrem Aufbruche zu treffen, der den naͤch⸗ ſten Morgen vor Tages Anbruch ſtatt haben ſollte. Von Mitleid geruͤhrt, unterbrach er ſeine Beſchaͤfti⸗ gung, ſetzte ſich mit uͤber einander geſchlagenen Beinen neben ſein Lager nieder, und ſuchte ihn auf orienta⸗ liſche Weiſe zu troͤſten. 3
„Mein Freund“, ſagte er,„ſey gutes Muths— denn was ſagt der Dichter— es iſt beſſer, daß der Menſch der Diener eines guͤtigen Herrn, als der Sclave ſeiner eigenen wilden Leidenſchaften iſt. Noch einmal, ſey gutes Muths; denn wurde Yſuf Ben Pagube von ſeinen Bruͤdern an einen Koͤnig, und zwar an Pha⸗ rao, Koͤnig von Egypten, verkauft, ſo hat Deln Koͤ⸗ nig Dich einem Manne geſchenkt, der Dir ein Bru⸗ der ſeyn will.“
Sir Kenneth bemuͤhte ſich, Hakim zu danken; al⸗ lein ſein Herz war zu voll und die unverſtaͤndigen


