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den Frieden gewählt und unſere Feindſchaft lieber denn unſere Freundſchaft. Wir halten Dich in dieſer Sache fuͤr verblendet, und hoffen Dich, mit der Hülfe der unbeſiegbaren Streitkräfte der Tauſende unſerer Män⸗ ner, davon zu überzeugen, wenn Mahomed, der Pro⸗ phet Gottes, und Allah, der Gott des Propheten, un⸗ ſeren Streit richten wird. Im übrigen gedenken wir Deiner achtend, und danken Dir für die Geſchenke, welche Du uns geſchickt haſt, und für die beiden Zwerge, die ſonderbar gebaut ſind wie der Yſop, und luſtig wie die Laute des Iſaac. Zum Dank für dieſe Ge⸗ ſchenke aus der Schatzkammer Deiner Güte ſenden wir Dir hiermit einen nubiſchen Sclaven, Namens Zo⸗ hank, von dem Du nicht nach der Farbe urtheilen wirſt, wie die Thoren der Erde es thun; denn die ſchwärzlichen Früchte ſind die ſüßeſten. Wiſſe, daß er ſo ſtark iſt, den Willen ſeines Herrn zu vollführen, wie Ruſtan von Zableſtan; auch iſt er vernünftig, Rath zu ertheilen, wenn Du einmal gelernt haſt, wie man mit ihm ſpricht; denn der Herr der Sprache hat Still⸗ ſchweigen zwiſchen die elfenbeinernen Wällen ſeines Pa⸗ laſtes gelegt. Wir empfehlen ihn Deiner Sorgfalt, hof⸗ fend, daß die Stunde nicht fern ſeyn wird, an wel⸗ cher er Dir gute Dienſte thun wird. Hiemit ſagen wir Dir Lebewohl, im Vertrauen, daß unſer hochheiliger Prophet Dich doch noch zur Erkenntniß der Wahrheit wird gelangen laſſen, wozu es Dir nur an Einſicht fehlt. Wir hegen Wünſche für die völlige Wieder⸗ herſtellung Deiner königlichen Geſundheit, und wün⸗ ſchen, daß Allah zwiſchen Dir und uns im offenen Schlachtfeld richten möge.“
Der Brief war von des Sultans eigner Hand unter⸗ ſchrieben und beſiegelt.
Richard betrachtete den Nubier, der ſtillſchweigend vor ihm ſtand, die Blicke zu Boden geſenkt, die Arme auf der Bruſt gefaltet, dem Anſchein nach eine Stattte von ſchwarzem Marmor von der größten Vollkommen⸗ heit, die nur Leben von den Haͤnden eines Prometheus


