Teil eines Werkes 
8. Band, Erzählungen von den Kreuzfahrern : 2. Erzählung, Der Talisman : 3. Theil (1826) Tales of the Crusaders. The Talisman
Entstehung
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Nein niemals! antwortete Edithaund ſollte Richard ſelbſt die falſche Religion annehmen, die aus Paläſtina zu vertreiben er die Meere ſpaltete.

Du willſt nun einmal das lezte Wort, ſagte Richard,du ſollſt es haben. Indeſſen denke von mir was du willſt, ſchöne Editha, ich werde nicht vergeſſen, daß dein Vater mein Bruder war.

Indem er es ſagte, nahm er hoͤflich Abſchied, ob⸗ war er mit dem Erfolg ſeines Beſuchs nicht ſehr zufrie⸗

en war.

Es war am aten Tag, nachdem Sir Kenneth aus dem Lager entlaſſen worden war, da ſaß König Richard in ſeinem Zelt und freute ſich am kühlen Weſtwind des Abends, der ungewöhnlich kühl vom fröhlichen Eng⸗ land her den abentheuerlichen Monarch dieſes Reichs zuzuwehn ſchien, der nun nach und nach wieder die volle Stärke erlangte, welche für ſeine Rieſenplane nö⸗ thig war. Niemand war bei ihm, de Vauy hatte er nach Aſkalon geſendet, um Verſtärkung und Mundvor⸗ rath an ſich zu ziehn, und der größte Theil ſeines übri⸗ gen Gefolges war auf verſchiedenen Seiten beſchäſtigt, ſich auf die Wiedereröffnuͤng der Feindſeligkeiten vorzu⸗ bereiten und auf die große Muſterung der Armee der Kreuzfahrer, welche den andern Tag ſtatt ſinden ſollte. Der Kbönig ſaß und horchte auf das geſchäftige Sum⸗ ſen unter dem Soldatenvolke, auf das Hämmern der Schmidte, wo man im Voraus Hufeiſen arbeitete, und die Schläge der Waffenſchmiede, welche Rüſtun⸗ gen ausbeſſerten; auch die Stimmen der Soldaten, wenn ſie kamen und giengen, ertönten laut und fröhlich, und ſchon der bloße Ton ihrer Stimme zeigte von Selbſt⸗ vertrauen und regem Muthe, ein Omen des nahen Sie⸗ ges. Waͤhrend nun Richards Ohr dieſe Töne init Ent⸗ zücken trank, und er ſich ſeinen Träumen von Erobe⸗ rungen und Ruhm überließ, zeigte ihm ein Kämmerer an, daß ein Bote von Saladin draußen warte.

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