Teil eines Werkes 
8. Band, Erzählungen von den Kreuzfahrern : 2. Erzählung, Der Talisman : 3. Theil (1826) Tales of the Crusaders. The Talisman
Entstehung
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erwartete, als er ſich geſetzt hatte, ohne eine Sylbe zu ſprechen, bis er ihr ſeinen Willen mitgetheilt hatte.

Richard der, da ſeine Verwandtſchaft ihn dazu be⸗ rechtigte, vertraut mit Edithen zu ſeyn pflegte, fand ſei⸗ nen Empfang kalt und eröffnete etwas verlegen die Un⸗ terredung.

Unſere ſchöne Nichte ſagte er endlich,iſt boͤſe über uns; und wir geſtehn, daß Umſtaͤnde uns verlei⸗ tet haben, den ungegründeten Verdacht zu hegen, als hätte ſie ſich anderſt betragen, als wir es während der ganzen Zeit ihres Lebens von ihr gewöhnt waren. Aber wahrend wir im neblichen Thale der Menſchlich⸗ keit wandlen, können wir leicht einen Schatten für Wirklichkeit halten. Kann meine ſchöne Nichte ihrem etwas heftigen Freunde Richard nicht verzeihn?

Wer kann einem Richard Verzeihung verweigern, antwortete Editha,wenn nur Richard von dem Kö⸗ nige Verzeihung erhalten kann?

Komm' liebe Editha, erwiederte Loͤwenherz, das iſt alles viel zu feierlich. Bei unſerer Dame, das iſt ja eine ganz ſchwermüthige Miene! und der lange ſchwarze Schleier könnte faſt glauben laſſen, Du wärſt eben zur Wittwe geworden, oder hänteſt wenigſtens einen leiblichen Bruder verloren Sey doch fröhlich Du haſt gewiß gehört, daß kein Grund zum Trauern vor⸗ banden iſ warum machſt Du denn noch ein Trauer⸗ geſicht?.

Wegen der dah'n geſchwundenen Ehre der Plan⸗ tagenets wegen des Ruhms, der von dem Hauſe meines Vaters gewichen iſt.

Ric ard fuhr zurück.Entſchwundene Ehre! Ruhm, der unſer Haus verlaſſen hat! wiederholte er zornig;aber unſere Nichte iſt ſtark bevorrechtet. Ich habe ſie vorſchnell beurtheilt, ſie hat alſo ein Recht, mich hart zu tadeln. Aber ſage mir wenigſtens, in was ich geſehlt habe.

Plantagenet ſaate Editha,hätte entweder das Anrecht verzeihen oder beſtrafen ſollen. Es ſteht ihm