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da die Königin ohnedieß ſeiner Laune bereits müde war, mit ſeiner königlichen Ehegattin Genevra vom Hofe verbannt, und der unglückliche Zwerg entgieng ei⸗ ner zuſätzlichen Prügelung nur auf die Verſicherung der Königin, daß er bereits eine körperliche Züchtigung erlitten habe. Ferner wurde beſchloſſen, daß, da in Kurzem ein Abgeſandter zu Saladin abgeſchickt werde, um ihn mit dem Entſchluſſe der Rathsverſammlung, gleich nach der Beendigung des Waffenſtillſtandes die Feindſeligkeiten wieder zu beginnen, bekannt zu machen⸗ und da Richard im Sinne habe, dem Sultan ein an⸗ ſehnliches Geſchenk aus Erkenntlichkeit für die hohe durch El Hakims Dienſte ihm zu Theil gewordene Wohlthat zu überſchicken, die unglücklichen Geſchöpfe dieſem Ge⸗ ſchenke als Seltenheiten beigefuͤgt werden ſollen, die vermöge ihres ungemeinen grotesken Ausſehens, und der Verſchobenheit ihres Verſtandes, Gaben waren, die wohl ein Souverain dem andern überſchicken konnte. Richard hatte an dieſem Tage noch einen andern Kampf zu beſteben, allein er gieng ihm vergleichungs⸗ weiſe mit Gleichgültigkeit entgegen. Denn obſchon Edith ſchön war und von ihrem königlichen Verwandten hoch geachtet wurde— ja ob ſie ſchon durch ſeinen ungerech⸗ ten Argwohn das Unrecht wirklich erlitten hatte, über das ſich Berengaria nur ſcheinbar beklagte, ſo war ſie doch weder Richards Weib, noch ſeine Geliebte. Er fürchtete daher ihre Vorwürfe weniger, obſchon ſie ge⸗ ründeter waren, als die der Königin. Auf ſein Ver⸗ angen, mit ihr allein zu ſprechen, wurde er in ihr Ge⸗ mach geführt, das an das Zimmer der Königin, deren zwei coptiſche Sclavinnen während der Zuſammenkunft in dem entfernteſten Winkel auf den Knien blieben. Ein durchſichtiger ſchwarzer Schleier breitete ſeine wei⸗ ten Falten über die ſchlanke und anmuthige Geſtalt des edelgebornen Mädchens aus; denn ſie trug ſonſt keiner⸗ lei Art von Schmuck.. Sdite ſtand auf und verbeugte ſich tief als Richard eintrat, ſetzte ſich auf ſeinen Befehl wieder nieder und


