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tracht dieſes He eres ungeſtort bleibt. Wir ſind jeht vereinte Beſchuͤtzer einer weit glorreichern Fahne, als je eine von einem irdiſchen Fuͤrſten wehete, nämlich der Fahne der Erloͤſung— laßt daher keinen Streit zwi⸗ ſchen uns ſeyn, wegen des Symbols unſerer weltlichen Würden, ſondern Levpold moͤge Englands Fahne zuruͤckge⸗ ben, wenn er ſie in ſeinen Haͤnden hat, und Richard wird, obſchon aus keinem andern Beweggrunde, als aus reiner Liebe zur heiligen Kirche, geſtehen, daß er die Haſtigkeit bereut, mit der er Oeſtreichs Fahne beſchimpfte.“
„Der Erzherzog ſchwieg duͤſter und mißvergnuͤgt, mit dem Blicke auf den Boden geheftet. Auf ſeinem Geſichte las man einen unterdruͤckten Aerger, an deſ⸗ ſen Kundthuung durch Worte ihn Ehrfurcht und Plump⸗ heit verhinderten.
Der Patriarch von Jeruſalem beeilte ſich, das beunruhigende Schweigen zu brechen, und dem Erzher⸗ zoge von Oeſtreich zu bezeugen, daß er ſich durch ei⸗ nen feierlichen Eid von dem Verdachte gereinigt habe, mittelbare oder unmittelbare Kenntniß von dem auf Englands Panier gemachten Angriffe gehabt zu haben.
„Dann haben wir dem Erzherzog großes Unrecht gethan,“ ſagte Richard,„und indem wir ihn dafuͤr um Verzeihung bitten, daß wir ihm eine ſo feige Be⸗ ſchimpfung zur Laſt gelegt haben, reichen wir ihm die Hand zum Zeichen der erneuerten Eintracht und Freundſchaft.— Doch was iſt das? Oeſtreich ſchlaͤgt unſere unbedeckte Hand aus, wie fruͤher unſern Pan⸗ zerhandſchuh. Wie, ſollen wir weder im Frieden fein Genoſſe, noch im Kriege ſein Gegner ſeyn? Gut, es ſey ſo, wir wollen die geringe Achtung, die er vor uns hat, als eine Strafe fuͤr etwas betrachten, das wir ihm in der Hitze des Blutes angethan haben moͤgen, und die Rechnung zwiſchen uns fuͤr abaeſchloſſen halten.“
Mit dieſen Worten wandte er ſich vom Erzherzoge mit einer Mine weg, die mehr Wuͤrde, als Verach⸗ tung verrieth, der Oeſtreicher aber fuͤhlte ſich allem


