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theilen, die der loͤwenherzige Koͤn ig aus einem andern Munde nicht haͤtte hoͤren koͤnnen, ohne in die grim⸗ migſte Wuth zu gerathen. Selbſt dieſer einſichtsvolle und ehrwuͤrdige Praͤlat konnte ihn nur mit Muͤhe bewegen, Nachrichten anzuhoͤren, die ſeine ganze Hoff⸗ nung vernichteten, das heilige Grab durch Waffenge⸗ walt wieder zu erobern, und den Ruhm zu erwerben, den der allgemeine Zuruf der Chriſtenheit ihm, als dem Verfechter des Kreuzes, zu ertheilen bereit war.
Aus dem Berichte des Erzbiſchofs gieng hervor, daß Saladin die ganze Macht ſeiner hundert Staͤmme verſammele, und die Herrſcher Europas aus verſchie⸗ denen Beweggruͤnden gegen den Feldzug, der taͤglich einen gefaͤhrlichern Charakter annahm, eingenommen beſchloſſen hatten, von ihrem Vorſatze abzuſtehen. Hie⸗ zu wurden ſie durch das Beiſpiel Philipps von Frank⸗ reich aufgemuntert, der unter vielen Betheurungen ſeiner Hochachtung, und unter der Verſicherung, daß er nur erſt ſeinen Bruder von England wieder herge⸗ ſtellt ſehen wollte, ſeine Abſicht erklaͤrte, nach Eu⸗ ropa zuruͤckzukehren. Sein großer Vaſall, der Graf von Champagne, hatte denſelben Entſchluß gefaßt; und man wird ſich nicht wundern, daß Leopold von Oeſtreich, in ſofern er von Richard beſchimpft worden war, mit Vergnuͤgen dieſe Gelegenheit ergriff, von einer Unternehmung abzuſtehen, als deren Fuͤhrer ſein uͤbermuͤthiger Gegner zu betrachten war. Andere kuͤn⸗ digten daſſelbe Vorhaben an, und es lag am Tage, daß der Koͤnig von England, wenn er in Palaͤſtina zu blei⸗ ben ſich entſchloͤſſe, nur von ſolchen Freiwilligen unter⸗ ſtuͤtzt werden wuͤrde, die unter ſo niederſchlagenden Umſtaͤnden zur engliſchen Armee ſtoßen koͤnnten; ſo wie durch die zweifelhafte Huͤlfe des Marquis von Montſerrat und der militaͤriſchen Orden der Templer und Johanniter, die zwar geſchworen hatten, gegen die Saracenen zu kaͤmpfen, allein wenigſtens gleich eiferſüchtig auf jeden europaͤiſchen Monarchen waren, der die Eroberung Palaͤſtinas unternahm, wo ſie mit


