Teil eines Werkes 
8. Band, Erzählungen von den Kreuzfahrern : 2. Erzählung, Der Talisman : 3. Theil (1826) Tales of the Crusaders. The Talisman
Entstehung
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44 tern zu legen. Haͤtte er das geringſte Zeichen von⸗ Furcht merken laſſen— haͤtte nur ein Glied gezittert,

oder ein Augenlied gezuckt, ſo haͤtte ich ſeinen Kopf

wie einen cryſtallenen Becher zerſchmettert. Allein ich kann nicht zuſchlagen, wo ich weder Furcht noch Widerſtand ſehe.“

Hier trat eine Pauſe ein.

„Mylord,“ ſagte Kenneth—

„Ha,“ unterbrach ihn Richard,„haſt Du Deine

Sprache wieder erlangt? Flehe den Himmel, aber nicht mich um Gnade an; denn England iſt durch dein Verbrechen entehrt, und waͤrſt Du mein eigener und einziger Bruder, Du haͤtteſt dennoch keine Ver⸗ zeihung zu hoffen.“ 3

„Ich ſpreche nicht, um Gnade von einem ſterb⸗ lichen Manne zu erflehen,“ ſagte der Schotte.„Es ſteht in Ew. Majeſtaͤt Belieben, mir Zeit zur Beichte

zu gewaͤhren oder zu verweigern. Wenn mir der

Menſch die Abſolution verweigert, ſo mag Gott mir ſie gewaͤhren. Aber mag ich nun in dieſem Augen⸗ blicke oder erſt in einer halben Stunde ſterben, in jedem Falle bitte ich Eure Majeſtaͤt, mir nur eine kurze

Friſt zu vergoͤnnen, um Eurer koͤniglichen Perſon et⸗

was mitzutheilen, das Euren Ruf als hhriſtlicher Koͤnig ſehr nahe angeht.“

„Sprich,“ ſagte der Koͤnig, nicht zweifelnd, daß

er ein Geſtaͤndniß uͤber den Verluſt der Fahne von ihm vernehmen werde.