4² ten Haupte, die Augen zur Erde geſenkt, ſeine Lip⸗ pen kaum bewegend, wahrſcheinlich aber Gebete mur⸗ melnd. Ihm gegenuͤber, und gerade in der rechten Entfernung, um einen Streich zu fuͤhren, ſtand Koͤ⸗ nig Richard. Seine große Geſtalt war in die Fal⸗ ten ſeiner Camescia, oder eines weiten linnenen Kleids gehuͤllt; auf der rechten Seite hatte die Hef⸗ tigkeit ſeiner Bewegung Arm, Schulter und einen Theil der Bruſt entbloͤßt, ſo daß man ein Probeſtuͤck von einem Koͤrperbaue gewahren konnte, der den Bei⸗ namen ſeines ſaͤchſiſchen Vorfahrs„Eiſenſeite“ ver⸗ dient haͤtte..
Er ſtand einen Augenblick ſchlagfertig— dann ſenkte er die Waffe auf den Boden, und rief:„aber es war Blut, Nevill, es war Blut an dem Orte. Hoͤre Schotte,— Du warſt einmal tapfer; denn ich ſah Dich fechten— ſage, haſt Du zwei von jenen Hunden bei der Vertheidigung der Fahne erſchlagen— ſage nur Einen— ſage, daß Du nur einen guten Streich zu unſerem Beſten gefuͤhrt haſt, und packe Dich dann aus dem Lager mit Deinem Leben und Deiner Schande.“
„Ihr nanntet mich einen Luͤgner, mein koͤnigli⸗ cher Herr,“ antwortete Kenneth in feſtem Tone; „und hierin wenigſtens habt Ihr mir Unrecht ge⸗ than— wißt— daß kein Blut bei der Vertheidigung der Standarte gefloſſen iſt, ausgenommen das mei⸗


