41 2— Aber auch dieß muß verſchmerzt werden.„Ich habe die Wahrheit geredet.
„Bei Gott und dem heiligen Georg,“ ſagte der Koͤnig, in eine grimmige„Wuth gerathend, die er jedoch augenblicklich zuͤgelte„de Vaur, geh, beſich⸗ tige den Ort. Dieſes Fieber hat ſein Gehirn zerruͤt⸗ tet— das kann nicht ſeyn.— Der Muth des Man⸗ nes iſt probehaltig.— Es kann nicht ſeyn! Geh' eilig— oder ſchicke Jemanden, wenn Du nicht ſelbſt gehen willſt.“
Der Koͤnig wurde durch Sir Heinrich Nevil un⸗ terbrochen, der athemlos kam, und die Nachricht brachte, daß das Banner geraubt, und der Ritter, der es bewacht habe, uͤberwaͤltigt und hoͤchſtwahr⸗ ſcheinlicherweiſe getoͤdtet worden ſey, da ſich da, wo der Bannerſpeer in Stuͤcken liege, eine Lache Blut befinde..
„Allein, wen ſeh ich hier?“ ſagte Nevil, wäͤh⸗ rend ſeine Augen ſich ploͤtzlich auf Sir Kenneth rich⸗ teten.
„Einen Verraͤther,“ ſagte der Känig aufſprin⸗ gend, und die Streitaxt ergreifend, die ſtets neben ſeinem Bette lag.„Einen Verraͤther! den Du den Verraͤthertod ſterben ſehen ſollſt.“ Mit dieſen Wor⸗ ten ſchwang er die Waffe ruͤckwaͤrts, als ob er da⸗ mit einen Streich fuͤhren wollte.
Entfaͤrbt, aber feſt wie eine Marmorſaͤule, ſtand der Schotte vor ihm, mit ſeinem bloßen unbeſchuͤtz⸗
3
4 4 4 4


