Teil eines Werkes 
8. Band, Erzählungen von den Kreuzfahrern : 2. Erzählung, Der Talisman : 3. Theil (1826) Tales of the Crusaders. The Talisman
Entstehung
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40 „Halt! de Vaux,“ ſagte Richard augenblicklich erwachend;„Sir Kenneth koment, als ein guter Soldat, um von ſeiner Wache Bericht abzuſtatten— ſolchen Leuten iſt das Zelt des Generals nie ver⸗ ſchloſſen.⸗. Dann erhob er ſic aus ſeiner ſchlafenden Stel⸗ lung, ſtuͤtzte ſich auf den Ellenbogen; und heftete ſein großes funkelndes Auge auf den Krieger.„Sprich

Schotte, Du kommſt, mir von einer ſichern und eh⸗

renvollen Wache zu berichten, nicht wahr? Das Rau⸗ ſchen des Banners von England waͤre zu ſeinem Schutze ſchon hinreichend geweſen, auch ohne die Gegenwart eines ſolchen Ritters, fuͤr welchen Dich die Leute hal⸗ ten.“

„Fuͤr welchen ſie mich nicht mehr halten werden,— ſagte Sir Kenneth;— meine Wache war weder ſicher, noch ehrenvoll: Englands Fahne iſt geraubt.“

„„Und Du lebſt, mir dieß zu verkuͤndigen?— ſagte Richard in einem Tone ſpoͤttiſchen Unglaubens. „Nein, das kann nicht ſeyn! Man ſieht ja nicht ein⸗ mal einen Riß auf Deinem Geſichte. Warum ſtehſt Du ſo ſtumm hier? ſage die Wahrheit.— Mit ei⸗ nem Köoͤnige iſt nicht gut ſcherzen.— Doch will ich Dir verzeihen, wenn Du gelogen haſt.“

„Gelogen Sir,“ erwiederte der Ritter mit ſtol⸗ zem Nachdrucke, und einem Feuerblicke, der ſeinem Auge ſo hell und voruͤbergehend entfuhr, wie der Blitz, der aus dem kalten und harten Kieſelſteine ſchießt.