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7— Prieſter Johanns*) Hofe ernannt werden, um ihnen zu zeigen, wie weiſe Du einen Auftrag ausrichten kannſt.“
Die heißere Stimme des Zwergs ertoͤnte, doch ſo gedaͤmpft, daß Kenneth ſeine Worte nicht verſtand.
„Allein wie ſollen wir uns den Geiſt vom Halſe ſchaf⸗ fen, den Nebectamus heraufgerufen hat, Maͤdchen?“—
„Hoͤrt mich, koͤnigliche Frau,“ ſagte eine an⸗ dere Stimme;„wenn der weiſe und koͤnigliche Ne⸗ bectamus auf ſeine unuͤbertreffliche Braut und Kai⸗ ſerin nicht gar zu eiferſuͤchtig iſt, ſo wollen wir dieſe abſchicken, um uns von dieſem unverſchaͤmten irren⸗ den Ritter zu befreien, den man ſo leicht uͤberzeugen kann, daß hochgeborene Frauen ſeiner vermeſſenen und uͤbermuͤthigen Tapferkeit bedaͤrfen.“
„Es waͤre in der That, glaube ich, nicht mehr, zals billig, daß die Fuͤrſtin Guenever durch ihre Hoͤflich⸗ keit den Ritter entließe, den die Weisheit ihres Ge⸗ mahls hieher zu locken vermochte.“
Durch das Gehoͤrte von Schaam und Unwillen tief ergriffen, war Sir Kenneth im Begriffe, das Zelt um jeden Preis zu verlaſſen, als die Ausfuͤhrung ſeines Vorſatzes durch das Folgende vereitelt wurde,
„Ja, wahrhaftig!“ ſagte diejenige, welche zuerſt geſprochen hatte;„unſere Couſine Editha muß erfah⸗
*) Prieſter Joha in, der große Nequs, König oder Kaiſer von Abpſinien. Aumerk. des Ueberſetzers.


