119 lauf, weil man einem Hunde einen Tritt gegeben hat!“
„Koͤnig von Frantreich,“ ſagte der Herzog,„ich ap⸗ pellire an Euch, und jeden ſouverainen Fuͤrſten gegen die unwuͤrdige Behandlung, die ich erduldet habe. Die⸗ ſer Koͤnig von England hat mein Panier niedergewor⸗ fen, zerriſſen und mit Fuͤßen getreten.“
„Weil er die Kuͤhnheit hatte, es neben dem Mei⸗ nigen aufzupflanzen,“ ſagte Richard.
„Mein Nang, der dem deinen gleich, berechtigte mich dazu,“ erwiederte der Herzog, durch Philipps Ge⸗ genwart kuͤhn gemacht.
„Behaupte eine ſolche Gleichheit fuͤr Deine Per⸗ ſon,“ ſagte Koͤnig Richard,„und beim heiligen Georg, ich will mit Dir umgehen, wie mit Deinem geſtickten armſeligen Lappen.“
„Nur Geduld, Bruder von England,“ ſagte Phi⸗ lipp,„und ich will Oeſterreich ſogleich zeigen, daß es in dieſer Sache Unrecht hat.— Glaubt nicht, edler Herzog,“ fuhr er fort,„daß wir, die unabhaͤngigen Fuͤrſten des Kreuzzuges, dem koͤniglichen Richard ir⸗ gend ein Uebergewicht uͤber uns dadurch zugeſtehen, daß wir der engliſchen Standarte erlauben, den hoͤchſten Punkt in unſerm Lager einzunehmen. Es waͤre wider⸗ ſinnig dieß anzunehmen, da ſogar die Oriflamme ſelbſt — das große Banner Frankreichs, gegen das der Koͤ⸗ nig Richard ſelbſt, in Betracht ſeiner franzoͤſiſchen Be⸗ ſitzungen, nur ein Vaſall iſt, gegenwaͤrtig einen nie⸗


