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ren, ſo lag es doch am Tage, daß ſie bereit waren, Richards Perſon bis aufs Aeußerſte zu vertheidigen, und ihre Geſtalt und merkwuͤrdige Staͤrke zeigten deut⸗ lich, daß die Vertheidigung eine verzweifelte ſeyn wuͤrde.
Salisbury und ſeine Leute ruͤckten nun auch mit geſchwungenen Streitaͤrten und Partiſanen und ſchon geſpannten Bogen herbei.
In dieſem Augenblicke kam Koͤnig Philipp von Frankreich, von einigen ſeiner Edeln begleitet, auf die Platform, um die Urſache der entſtandenen Unruhe zu erfahren, und zeigte in Miene und Geberde großes Er⸗ ſtaunen daruͤber, daß er den Koͤnig von England von ſeinem Krankenbette aufgeſtanden, und ihrem gemein⸗ ſchaftlichen Verbuͤndeten, dem Herzog von Oeſterreich, in einer ſo drohenden und beleidigenden Stellung ge⸗ genuͤberſtehend, fand. Richard ſelbſt erroͤthete, daß ihn Philipp, deſſen Scharfſinn er eben ſo ſehr achtete, als ihm ſeine Perſon mißfiel, in einer Lage antraf, die ſich ſo wenig fuͤr ſeinen Charakter als Monarch und als Krenzfahrer ſchickte. Man bemerkte, daß er ſei⸗ nen Fuß, als geſchaͤhe es von Ungefaͤhr, von dem ent⸗ ehrten Banner zuruckzog, und ſeinen von heftiger Ge⸗ muͤthsbewegung zeugenden Blick mit einem, dem An⸗ ſcheine nach, Ruhe und Gleichguͤltigkeit ausdruͤcken⸗ den vertauſchte. Auch Leopold ſuchte einen gewiſſen Grad von Ruhe zu erlangen, ſo ſehr es ihn auch kraͤnk⸗


