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len andern kriegeriſchen Uebungen, mit einer ſolchen Gewalt ruͤckwaͤrts, daß die Maſſe aus einer Kriegs⸗ maſchine abgeſendet worden zu ſeyn ſchien, und nicht nur durch den Kreis der Zuſchauer, ſondern auch uͤber den Rand der Platform ſelbſt, und hinab an der ſtei⸗ len Seite des Berges rollte, bis er endlich uͤberpur⸗ zelte, und mit verrenktem Schulterknochen, gleich ei⸗ nem Todten, liegen blieb. Dieſer Beweis von einer faſt uͤbernatuͤrlichen Kraft munterte weder den Her⸗ zog, noch irgend einen ſeines Gefolges auf, einen unter ſo unguͤnſtigen Auſpizien begonnenen perſön⸗ lichen Kampf zu erneuern. Diejenigen, welche in der weiteſten Entfernung ſtanden, klirrten zwar mit ih⸗ ren Schwerdtern, und riefen:„Haut den engliſchen Kettenhund in Stuͤcke!“ allein die Naͤherſtehenden verbargen vielleicht ihre Furcht unter dem Schleyer ei⸗ ner angeblichen Ordnungsliebe und riefen:„Friede! Friede! der Friede des Kreuzes— der Friede der heiligen Kirche und unſeres Vaters, des Pabſtes!“
Dieſe verſchiedenen ſich widerſprechenden Ausrufe der Angreifer zeugten von ihrer Unentſchloſſenheit, waͤhrend Richard, den Fuß noch immer auf dem er⸗ herzoglichen Banner, mit einem Auge umher blickte, das (einen Feind zu ſuchen ſchien, und vor dem die zuͤr⸗ nenden Edelleute, wie vor den drohenden Klauen des Loͤwen, erſchrocken zuruͤckbebten. De Vaux und der Nitter vom Leoparden behaupteten ihre Plaͤtze neben thm; und obſchon ihre Schwerdter noch unentbloͤßt wa⸗


