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Rede fuͤr jeden, der an der Gaſtfreundſchaft des Her⸗ zogs von Oeſtreich Theil genommen hat.“
Wie! Ihr habt bei dem teutoniſchen Weinſchlauch geſpeist,“ ſagte der Monarch,„und was fuͤr einen Spaß hat er denn erſonnen, daß er alle dieſe Unordnung verurſacht? Wahrlich, Sir Conrad, ich habe Euch ſtets fuͤr einen ſo guten Schmauſer gehalten, daß ich mich wundere, wie Ihr der Luſtbarkeit ſo bald habt entſagen koͤnnen.“
De Vaur, der ſich ein wenig hinter den Koͤnig ge⸗ ſtellt hatte, bemuͤhte ſich jetzt, durch Blick und Zeichen dem Marquis zu bedeuten, er ſolle dem Koͤnige nichts von dem ſagen, was draußen vorgehe. Allein Con⸗ rad verſtand oder beachtete das Verbot nicht.
„Was der Erzherzog thut,“ ſagte er,„iſt fuͤr je⸗ dermann, vorzuͤglich aber fuͤr ihn, von geringer Be⸗ deutung, da er wahrſcheinlich ſelbſt nicht weiß, was er thut,— doch die Wahrheit zu ſagen, es iſt ein Spaß, an dem ich nicht gerne Theil nehmen moͤchte; denn er reißt das Banner Englands vom heiligen Georgsberge nieder, und entfaltet das ſeinige an deſſen ſtatt.“
„Was ſagſt du?“ rief der Koͤnig in einem Tone aus, der die Todten haͤtte erwecken koͤnnen.
„Nicht ſo,“ ſagte der Marquis,„erzurnt euch nicht daruͤber, daß ein Thor ſeiner Thorheit gemaͤß handelt.— 3
3„Sage mir nichta“, viof Richaud von ſojnon 04⸗ ger aufſpringend, und ſeine Kleider mit einer faſt


