1 96 die bewies, wie aͤngſtlich er darnach ſtrebte, den Stand und Charakter, zu dem ihn ſeine Erhoͤhung berechtig⸗ te, ſtrenge zu behaupten. Er wurde auf den Knieen und nur von Edelknaben bedient, ſpeiste aus ſilbernen Schuͤſſeln, und trank ſeinen Tokayer und ſeinen Rhein⸗ wein aus einem goldenen Becher. Sein Herzogsman⸗ tel war prachtvoll mit Hermelin geſchmuͤckt; ſeine Krone kam vielleicht an Werth einer koͤniglichen gleich, und ſeine in Sammetſchuhe(deren Laͤnge mit ſammt den Spitzen etwa 2 Fuß betragen mochte) eingeſchloſ⸗
ſenen Fuͤße ruhten auf einem Fußſchemel von gediege⸗
nem Silber. Allein es verrieth theilweiſe den Cha⸗
rakter des Mannes, daß, obſchon er gegen den Mar⸗ zuis von Montſerrat, den er höflicherweiſe an ſeine rechte Seite geſetzt hatte, Aufmerkſamkeit an den Tag zu legen wuͤnſchte, er doch ſeinen Spruchſprecher, d. h. der unterhaltenden Perſon, die hinter der rechten
Schulter des Herzogs ſtand, weit mehr Aufmerkſam keit widmete.
Dieſe Perſon war in einen Mantel und ein Wamms von ſchwarzem Sammet gekleidet. Das letztere war mit verſchiedenen Silber⸗ und Goldmuͤnzen go⸗
ſchmuͤckt, die als Andenken an die freigebigen Fuͤrſten,
die ihn damit beſchenkt hatten, an daſſelbe angeheftet
waren. Ferner trug er einen kurzen Stab, an dem
ebenfalls Buͤſcheln von Silbermuͤnzen befeſtigt waren, mit denen er klingelte, um Aufmerkſamkeit zu erre⸗
gen,
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