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ſellſchaſt nicht, die nach dem Glauben dieſer Natio⸗ nen den hohen Standpunkt der Civiliſation ausdruͤck⸗ ten. Als Conrad an der Tafel des Erzherzogs ſaß, ward er zugleich betaͤubt und beluſtigt durch den Klang teutoniſcher Toͤne, die ſein Ohr von allen Seiten be⸗ ſtuͤrmten, ungeachtet der Feierlichkeit eines fuͤrſtlichen Gaſtmahls. Ihre Tracht ſchien ihm ohne Unterſchied phantaſtiſch; denn viele der oͤſterreichiſchen Edelleute tru⸗ gen lange Baͤrte, und faſt alle von ihnen hatten kurze und buntfarbige Jacken, deren Schnitt und Verzie⸗ rung im weſtlichen Europa etwas Ungewoͤhnliches war.
Eine Menge alter und junger Diener warteten
ain dem Zelte auf, miſchten ſich manchmal ins Geſpraͤch,
eempfiengen von ihrem Herrn die Ueberbleibſel des
Gaſtmahls, und verſchlangen ſie im Nuͤcken der Ge⸗
ſellſchaft. Luſtigmacher, Zwerge und Minſtrels waren
in ungewoͤhnlicher Anzahl da, und laͤrmender und zu⸗
dringlicher, als ſie in einer beſſer geordneten Geſell⸗ ſchaft ſein durften. Da man ihnen den unbeſchraͤnk⸗ ten Genuß des Weins geſtattete, der in reichlicher Menge rings umher floß, ſo war ihr unbezaͤhmter Tumult um ſo betaͤubender.
Dieſe ganze Zeit hindurch, und mitten unter ei⸗ nem Geſchrey und einem Getuͤmmel, das ſich beſſer
fuͤr ein deutſches Wirthshaus waͤhrend eines Jahr⸗
markts, als fuͤr das Zelt eines ſouveraͤnen Fuͤrſten ge⸗ ſchickt haͤtte, wurde der Erzherzog mit einer ungemein puͤnktlichen Formlichkeit und einer Ehrerbietung bedient,


