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Der Tempelherr blickte ihn mit ſeinem eiſernen in ein veraͤchtliches Laͤcheln verzogenen Geſichte an.
„Weißt du, wem du jetzt aͤhnlich ſiehſt, Sir Kon⸗ rad? Nicht dem weltklugen und tapfern Marquis von Montſerrat, nicht dem, der die Verſammlung der Fuͤrſten leiten, und das Schickſal ganzer Reiche entſcheiden wollte,— ſondern einem Neulinge, der auf eine Beſchwoͤrung im Buche ſeines Lehrers geſto⸗ ßen iſt, und den Teufel herbeigerufen hat, als er es am wenigſten vermuthete, und nun zitternd vor dem Geiſte ſteht, den er herauf beſchworen hat.“
„Ich gebe Euch zu,“ ſagte Conrad, ſich wieder faſ⸗ ſend,„daß, wofern nicht ein anderer ſicherer Weg gefunden werden kann, Du auf denjenigen hingeden tet haſt, der am ſicherſten zu unſerem Ziele fuͤhrt Aber, heilige Jungſrau! wir werden der Fluch von ganz Europa und der Abſcheu Aller werden, von dem Pabſte auf ſeinem Throne bis zu dem Bettler an den Pforten der Kirche, der zerlumpt und ausſaͤtzig, im tiefſten Schlamme des menſchlichen Elends, ſich ſeelig preiſen wird, daß er weder Giles Amaury, noch Con⸗ rad von Montſerrat iſt.“
„Wenn Du es ſo nimmſt,“ ſagte der Großmei⸗ ſter, mit derſelben ruhigen Faſſung, die er im Laufe dieſes ganzen merkwuͤrdigen Geſpraͤchs behauptet hatte, „ſo laßt uns annehmen, daß nichts zwiſchen uns vorgegangen iſt,— daß wir im Schlafe geſprochen ha⸗


