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wird, die Ihr in den Gewoͤlben Eurer Pfruͤnden zur Vergroͤßerung Eures maͤchtigen und ehrwuͤrdigen Or⸗ dens haltet?”“)
Der Tempelritter ſchoß einen finſtern, toͤdtlichen Blick auf ihn, ſagte aber ruhig:„Bey welchem Tem⸗ pel ich auch ſchwoͤren mag, Lord Marquis, ſey ver⸗ ſichert, daß mein Eid heilig iſt.— Ich moͤchte wiſ⸗ ſen, wie ich Dich durch einen gleich ſtarken binden koͤnnte?“
„Ich ſchwoͤre dir Treue,“ ſagte der Marquis la⸗ chend,„bey der kleinen Krone, die ich, ehe dieſe Kriege voruͤber ſind, in etwas Beſſeres zu verwan⸗ deln hoffe. Sie liegt kalt auf meiner Stirne, dieſe unbedeutende Krone; ein Herzogshut waͤre ein beſſe⸗ rer Schutz gegen die Nachtluft, die jetzt weht, und eine Koͤnigskrone, mit ergoͤtzlichem Hermelin und Sammet beſetzt, waͤre noch vorzuͤglicher; mit einem Wort, unſer Intereſſe bindet uns aneinander; denn glaube nicht, Großmeiſter, daß dieſe verbuͤndeten Fuͤr⸗ ſten, falls es ihnen gelaͤnge, Jeruſalem wieder zu er⸗ obern, und einen Koͤnig ihrer Wahl dort hinzuſetzen, deinem Orden mehr als meinem armſeligen Marquiſat die Unabhaͤngigkeit laſſen wuͤrden, die wir jetzt noch beſitzen. Nein! bey unſerer heiligen Jungfrau, in dieſem Falle muͤßten die ſtolzen Ritter von St.” Johann wieder in den Spitaͤlern Pflaſter ſtreichen und Peſtbeulen ver⸗ binden; und ihr, hochmaͤchtige und ehrwuͤrdige Tem⸗
pelritter, zu eurem einfachen Soldatenſtande zuruͤck⸗ W. Scott's Werke. VII.


