Teil eines Werkes 
7. Band, Erzählungen von den Kreuzfahrern : 2. Erzählung, Der Talisman : 2. Theil (1826) Tales of the Crusaders. The Talisman
Entstehung
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ſerrat, geſtehen, daß er die Wiederherſtellung des Koͤnigreichs von Jeruſalem nicht wuͤnſcht, ſondern lieber Herr von einem Theile ſeiner Bruchſtuͤcke ſeyn moͤchte; gleich den barbariſchen Inſulanern, die nichts fuͤr die Rettung eines ſchaͤtzbaren Schiffes aus den Wellen thun, ſondern ſich im Gegentheil durch deſſen Schiffbruch zu bereichern ſuchen.“

„Du wirſt doch meine Geſinnungen nicht verra⸗

then,“ ſagte Conrad mit ſcharfem und argwoͤhniſchem

Blicke.„Sey uͤberzeugt, daß meine Zunge nie mei⸗ nem Kopfe unrecht thun, noch meine Hand die Ver⸗ theidigung beyder vergeſſen wird. Klage mich an, wenn Du willſt.— Ich bin bereit, mich in den Schranken gegen den beſten Tempelritter zu verthei⸗ digen, der je eine Lanze einlegte.“

„Du beginnſt mit einem ſo kuͤhnen Pferde den Lauf etwas zu raſch,“ ſagte der Großmeiſter.„Doch ſchwoͤre ich Dir, bey dem heiligen Tempel, den unſer Orden zu vertheidigen geſchworen hat, daß ich als ein treuer Camerad Deine Geheimniſſe nicht verra⸗ then werde.“

„Bey welchem Tempel?“ ſagte der Marquis von Montſerrat, deſſen Spottſucht oft ſeiner Klugheit und Beſcheidenheit den Weg vertrat;„Schwoͤrſt Du bey jenem Tempel auf dem Zionshuͤgel, der von dem Koͤnige Salomo erbaut wurde, oder bey jenem ſym⸗ boliſchen und ſinnbildlichen Gebaͤunde, von welchem,

wie man ſagt, in den Rathsverſammlungen eſproehen wird