41 ſo antwortete er blos mit dem gewoͤhnlichen orienka⸗ liſchen Gruße;„Salam Alicum— Friede ſey
mit dir!“
„Biſt du ein Arzt, Ungläubiger?“ ſagte der Bi⸗ ſchoff, durch dieſen kalten Empfang etwas gekraͤnkt.
„Ich moͤchte mit Dir uͤber die Heilkunſt ſprechen?“
„Wenn du etwas von der Heilkunſt verſtuͤndeſt,“ antwortete El Hakim,„ſo wuͤrdeſt du wiſſen, daß Aerzte keine Berathſchlagungen oder Verhandlungen im Krankenzimmer ihres Patienten halten.„Hoͤre,“ fuhr er fort, als man das dumpfe Knurren des Jagd⸗ hundes aus der innern Huͤtte vernahm,„ſelbſt der Hund koͤnnte Dich Vernunft lehren, Ulemat. Sein Inſtinkt lehrt ihn, ſein Bellen in der Naͤhe des Kranken zu unterlaſſen.— Komme mit mir aus dem Zelte,“ ſagte er aufſtehend und vorangehend, „wenn du mir etwas zu ſagen haſt.“
Trotz der einfachen Kleidung des ſaraceniſchen Arztes, und trotz ſeiner kleinen Statur, in Verglei⸗ chung mit dem hochgeſtalteten Praͤlaten und dem gi⸗ gantiſchen engliſchen Baron, lag doch etwas Ausdrucks⸗ volles in ſeinem Benehmen und ſeiner Geſichtsbil⸗ dung, das den Biſchoff abhielt, ſeinen Unwillen uͤber dieſe ruͤckſichtsloſe Behandlung an den Tag zu legen. Als ſie auſſerhalb der Huͤtte waren, blickte er Adone⸗ bec mehrere Minuten lang ſchweigend an, ehe er uͤber die beſte Art, das Geſpraͤch zu erneuern, einig wer⸗
den konnte. Keine Locken waren unter der hohen le⸗


