Teil eines Werkes 
7. Band, Erzählungen von den Kreuzfahrern : 2. Erzählung, Der Talisman : 2. Theil (1826) Tales of the Crusaders. The Talisman
Entstehung
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46 reichſten Art, mit koſtbarem Pelz beſetzt, und mit ei⸗ nem kunſtreich geſtickten Chorrocke umgeben. Die Ringe an ſeinen Fingern waren eine anſehnliche Ba⸗ ronie werth, und ſeine, wegen der Hitze aufgeheftete und zuruͤckgeworfene Muͤtze hatte Schnallen von rei⸗ nem Golde. Sein langer, vom Alter verſilberter Bart wallte uͤber die Bruſt herab. Von zwei jungen Meßdienern, die ihm folgten, erzeugte der eine einen kuͤnſtlichen Schatten, der damals dem Oſten eigen war, indem er uͤber ſeinem Haupte einen Sonnenſchirm von Palmblaͤttern trug, waͤhrend der andere ſeinem ehrwuͤrdigen Herrn mit einem Facher von Pfauenfe⸗ dern Kuͤhlung zuwehte.

Als der Biſchoff in die Huͤtte des ſchottiſchen Ritters trat, war der Herr abweſend; und der mau⸗ riſche Arzt, den er zu ſehen gekommen war, ſaß noch in derſelben Stellung, in der de Vaux ihn vor eini⸗ gen Stunden verlaſſen hatte, mit uͤbereinandergeſchla⸗ genen Beinen, auf einer Matte von geflochtenen

Blaͤttern, neben dem Patienten, der i ieſem Schlum⸗ wer lag, und deſſen Puls er von Zeit eit befuͤhlte.

Der Biſchoff blieb zwei oder drei Minuten ſchwei⸗

gend vor ihm ſtehen, als ob er von Seiten des Sa⸗

racenen eine ehrenvolle Begruͤßung, oder wenigſtens ein ehrfurchtsvolles Erſtaunen uͤber ſeine wurdevolle Erſcheinung erwartete. Allein Adonebeck El Hakim wuͤrdigte ihn blos eines fluͤchtigen Blickes, und als der Praͤlat ihn endlich in der lingua franca begruͤßte,