Teil eines Werkes 
7. Band, Erzählungen von den Kreuzfahrern : 2. Erzählung, Der Talisman : 2. Theil (1826) Tales of the Crusaders. The Talisman
Entstehung
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35 dieſer Sache zu dienen, damit nicht ein armſeliges Fieber den Streit zwiſchen ſolchen zwey Koͤnigen be⸗ ende. Ich ſage dir, er liebt mich, wie ich ihn liebe wie Edle ſtets einander lieben. Bey meiner Ehre, es waͤre Suͤnde, an ſeiner Redlichkeit zu zweifeln.

Dennoch, mein gnaͤdiger Fuͤrſt, waͤre es gut, den Erfolg dieſer Arzneien bey dem ſchottiſchen Ritter abzuwarten; mein eigenes Leben haͤngt davon ab; denn werth waͤre ich, wie ein Hund zu ſterben, wenn ich in dieſer Sache voreilig verfahren, und das Wohl des Chriſtenthums Schiffbruch leiden laſſen wuͤr de.

So viel ich weiß, haſt du bisher nie aus Furcht vor dem Tode gezaudert, ſagte Richard, im Tone des Vorwurfs.

Das wuͤrde ich auch jetzt nicht, mein Lehnsherr, erwiederte der ſtarkmuͤthige Baron,wenn nicht Euer Leben ſo gut als das meinige dabey auf dem Spiele ſtuͤnde.

Nun gut, du argwoͤhniſcher Menſch; gehe denn, und beobachte die Wirkungen dieſes Heilmittels. Ich moͤchte faſt wuͤnſchen, daß es mich entweder heilte oder toͤdtete; denn ich bin es muͤde, hier zu liegen, wie ein an der Viehſeuche ſterbender Ochſe, waͤhrend draußen Trommeln wirbeln, Pferde ſtampfen, und Trompeten ſchmettern..

Der Baron entfernte ſich eiligſt, jedoch mit dem Entſchluſſe, ſeinen Auftrag zuvor einem Geiſtlichen mitzutheilen, da ſich ſein Gewiſſen bey dem Gedanken,

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