34 beit angehalten wurde, noch auch unſerem Ruhme ge⸗ ziemt, daß ein tapferer Gegner durch eine ſolche Krankheit unſerem Schwerdte entriſſen wird. Und daher mag der Heilige—
„Halt, halt!“ rief Richard,„ich will nichts mehr von ſeinem huͤndiſchen Propheten wiſſen! Der Ge⸗ danke, daß der tapfere und wuͤrdige Sultan an einen todten Hund glaubt, kraͤnkt mich tief.— Ja, ich will ſeinen Arzt ſehen. Ich will mich dieſem Hakim an⸗ vertrauen— ich will dem edlen Sultan ſeine Groß⸗ muth vergelten,— ich will im Felde mit ihm zuſam⸗ mentreffen, wie er ſo mannhaft vorſchlaͤgt, und er ſoll keine Urſache haben, Richard von England un⸗ dankbar zu nennen. Ich will ihn mit meiner Streit⸗ art zu Boden ſchlagen. Ich will ihn zur heiligen Kirche mit Streichen bekehren, wie er ſelten erduldet hat— er ſoll ſeine Irthuͤmer vor meinem guten Schwerdte widerrufen, und ich will ihn auf dem Schlachtfelde aus meinem eigenen Helme taufen, waͤ⸗ re auch das Reinigungswaſſer mit unſerem Blute vermengt. Beeile dich, de Multon! warum verſchiebſt du einen ſo ergoͤtzlichen Ausgang? Hole den Hakim hierher.“— 1.
„Mein Gebieter,“ ſagte der Baron, der vielleicht in dieſem Uebermaaße von Zutrauen eine Mitwirkung des Fiebers erblickte—„Bedenkt, der Sultan iſt ein Heide und Ihr ſeyd ſein furchtbarſter Feind.—“
„Dieß muß ihn um ſd mehr bewegen, mir in


