Teil eines Werkes 
7. Band, Erzählungen von den Kreuzfahrern : 2. Erzählung, Der Talisman : 2. Theil (1826) Tales of the Crusaders. The Talisman
Entstehung
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22 tragens im Allgemeinen, wuͤrde doch der Anblick ei⸗ ner ſtandhaft und ohne Klage oder Murren ertrage⸗ nen, bedraͤngten und duͤrftigen Lage Thomas de Vaux mehr Ehrfurcht eingefloͤßt haben, als aller Glanz und Prunk eines koͤniglichen Audienz⸗Zimmers, falls dieſes Audienz⸗Zimmer nicht das des Koͤnigs Richard geweſen waͤre. Eine Zeitlang hoͤrte man nichts als das ſchwere und regelmaͤßige Athmen des Kranken, der in tiefer Ruhe zu liegen ſchien.

Er hat ſeit ſechs Naͤchten nicht geſchlafen, ſagte Kenneth,wie mich ſein junger Waͤrter ver⸗ ſichert hat.

Edler Schotte, ſagte Thomas de Vaur, die Hand des ſchottiſchen Ritters mit groͤßerer Herzlich⸗ keit druͤckend, als er durch Worte an den Tag legen wollte;der Sache muß abgeholfen werden; Euer Schildknappe wird zu ſchlecht geſpeist und gepflegt.

In dem letztern Theile dieſer Rede erhob er ſeine Stimme zu ihrem gewoͤhnlichen entſchiedenen Tone. Der Schlummer des Kranken ward dadurch geſtoͤrt. 3

Mein Herr, murmelte er,edler Sir Ken⸗ neth, ſchmecken Euch nicht wie mir die Waſſer des Clyde kalt und erfriſchend nach den ſalzigen Quellen Palaͤſtinas.

Er traͤumt von ſeiner Heimath und iſt gluͤck⸗ lich in ſeinem Traume, fluͤſterte Sir Kenneth dem Lord von Gilsland zu. Allein kaum hatte er dieſe