Teil eines Werkes 
7. Band, Erzählungen von den Kreuzfahrern : 2. Erzählung, Der Talisman : 2. Theil (1826) Tales of the Crusaders. The Talisman
Entstehung
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17 Willen dazu hat, iſt glaube ich durch ſeine Sendung vom Sultan verbuͤrgt, der treuherzig und bieder iſt, in ſo weit ein verblendeter Unglaͤubiger es ſeyn kann; und fuͤr den etwaigen Erfolg kann die Gewißheit der Belohnung, im Falle des Gelingens, und die Be⸗ ſtrafung, im Falle eines abſichtlichen Fehlſchlagens, eine hinlaͤngliche Gewaͤhr ſeyn.

Der Englaͤnder hoͤrte mit zu Boden geſenkten Blicken zu, wie einer, der zweifelt, doch nicht ab⸗ geneigt iſt, ſich uͤberzeugen zu laſſen. Endlich blickte er auf und ſagte:Kann ich Euren kranken Schild⸗ knappen ſehen, Herr Ritter?

Der ſchottiſche Ritter zauderte und erroͤthete; doch antwortete er endlich:ſehr wohl, Mylord von Gilsland; allein Ihr muͤßt Euch erinnern, wenn Ihr mein armſeliges Quartier ſeht, daß die ſchottiſchen Edeln und Ritter nicht ſo gut ſpeiſen, nicht ſo ſanft ſchlafen, und ſich nicht ſo ſehr um die Pracht der Wohnungen bekuͤmmern, als ihre ſuͤdlichen Nachbarn. Meine Wohnung iſt armſeelig, mein Lord von Gilsland; fuͤgte er mit einem ſtolzen Nachdrucke hinzu, und fuͤhrte ihn, nicht ohne, einigen Widerwil⸗ len, nach ſeinem einſtweiligen Wohnorte.

So groß auch de Vaur's Vorurtheile gegen die Nation ſeines neuen Bekannten waren, und obſchon wir nicht laͤugnen wollen, daß einige derſelben durch die ſpruͤchwoͤrtliche Armuth dieſes Volkes erregt wor⸗

den waren, ſo beſaß er doch zu großen Edelmuth, W. Scott's Werke. VII. 2