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wegen feindlicher gegen einander geſinnt zu ſeyn ſchienen, trennte, hat ſich unſere Erzaͤhlung hauptſachlich zu be⸗ faſſen.—
Unter allen den engliſchen Edeln, welche ihrem Koͤ⸗ nige nach Palaͤſtina gefolgt waren, war de Vaurx am meiſten gegen die Schotten eingenommen; ſie waren ſeine nahen Nachbarn, mit denen er ſein ganzes Leben hin⸗ durch in geheime oder oͤffentliche Fehden verwickelt ge⸗ weſen war, und denen er manchen Schaden zugefuͤgt, wie auch ſeinerſeits von ihnen nicht wenig erduldet hatte..
Seine Liebe und Exgebenheit gegen den Koͤnig gliech der lebhaften Auhaͤnglichkeit des alten engliſchen Ketten⸗ hundes an ſeinen Herrn, die ihn muͤrriſch und unzu⸗ gaͤnglich gegen alle andern machte, ſelbſt gegen diejeni⸗ gen, welche ihm gleichguͤltig waren, wild und gefaͤhr⸗ lich aber gegen die, wider welche er ein Vorurtheil hegte. De Vaux hatte nie ohne Eiferſucht und Mißfallen auf
jedes Zeichen von Gefaͤlligkeit oder Gunſt geblickt, das
ſein Koͤnig an die boshafte, truͤgeriſche und wilde Men⸗ ſcheurace verſchwendete, die jenſeits eines Fluſſes, oder einer eingebildeten durch Wuͤſten und Wildniſſe gezoge⸗ nen Graͤnzlinie geboren ward, und er zweifelte ſelbſt an dem Erfolge eines Kreuzzuges, bei welchem ſie die Waf⸗ fen tragen durften, indem er ſie in ſeinem Herzen fuͤr wenig beſſer hielt, als die Saracenen, die er bekaͤmpfen wollte. Es kann hinzugefuͤgt werden, daß er, als ein
derber und gerader Englaͤnder, der nicht gewohnt war,
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