Teil eines Werkes 
7. Band, Erzählungen von den Kreuzfahrern : 2. Erzählung, Der Talisman : 2. Theil (1826) Tales of the Crusaders. The Talisman
Entstehung
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7 heit, und der nachtheiligen Umſtaͤnde, in welche ſich die Kreuzfahrer verſetzt ſahen, begann ſich die Nationalzwie⸗ tracht zwiſchen den verſchiedenen zum Kreuzzuge verei⸗ nigten Corps zu entwickeln, gerade wie alte Wunden am menſchlichen Koͤrper von Neuem aufbrechen, wenn Krankheit oder Schwaͤche auf ſie einwirken.

Die Schotten und Englaͤnder, die in gleichem Grade eiferſuͤchtig, ſtolz und leicht zu beleidigen waren, die erſtern um ſo mehr, als ſie die aͤrmere und ſchwaͤchere Nation waren, begannen den Zeitpunkt, in welchem ihnen der Waffenſtillſtand verbot, ſich gemeinſchaftlich an den Saracenen zu raͤchen, durch innere Zwiſtigkeiten auszufuͤllen. Gleich den kaͤmpfenden, roͤmiſchen Anfuͤh⸗ rern der alten Zeit, wollten die Schotten keine Ober⸗ macht anerkennen, und ihre ſuͤdlichen Nachbarn nichts von Gleichheit wiſſen. Es gab Anklagen und Gegenbe⸗ ſchuldigungen, und ſowohl die gemeinen Soldaten, als ihre Anfuͤhrer und Befehlshaber, die zur Zeit des Sie⸗ ges gute Cameraden geweſen waren, haderten mit ein⸗ ander zur Zeit der Widerwaͤrtigkeit, als ob jetzt ihre Ei⸗ nigkeit, ſowohl zum gluͤcklichen Fortgange ihrer ge⸗ meinſchaftlichen Sache, als auch zu ihrer gemeinſa⸗ men Sicherheit nicht nothwendiger, als je, geweſen waͤre. Dieſelbe Uneinigkeit hatte ſich zwiſchen den Franzoſen und Englaͤndern, den Italienern und den Deutſchen, und ſelbſt zwiſchen den Daͤnen und Schweden zu zeigen begonnen; allein bloß mit derjenigen, welche die bey⸗ den auf Einer Inſel geborenen Voͤlker, die eben deß⸗