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geiz Eduard J. den Kriegen zwiſchen den beyden Na⸗ tionen einen grauſamen und giftigen Charakter lieh; denn die Englaͤnder fochten fuͤr die Unterjochung Schott⸗ innds, und die Schotten mit der ganzen ernſten Ent⸗ ſchloſſenheit und Hartnaͤckigkeit, die ihrer Nation ſtets eigen war, fuͤr die Vertheidigung ihrer Unabhaͤngigkeit, durch die gewaltſamſten Mittel unter den unguͤnſtigſten Umſtaͤnden, und mit der groͤſten Verwegenheit. Bis⸗ her waren die Kriege zwiſchen den beyden Nationen zwar wild und haͤufig, allein doch nach den Grundſaͤtzen offe⸗ ner Feindſeligkeit gefuͤhrt worden, und geſtatteten jene mildernden Schattirungen, wodurch Hoͤflichkeit und die Achtung fuͤr offene und großmuͤthige Feinde die Schre⸗ cken des Krieges lindern. In Friedenszeiten, und be⸗ ſonders wenn beyde Nationen, wie gegenwaͤrtig, in ei⸗ nen Krieg verwickelt waren, der fuͤr eine gemeinſchaft⸗ liche und ihnen durch ihre religioͤſen Ideen theuer ge⸗ wordenen Sache gefuͤhrt wurde, fochten daher die Krie⸗ ger beyder Laͤnder nicht ſelten neben einander, und ihre National⸗Eiferſucht munterte ſie bloß auf, einander in ihren Anſtrengungen gegen den gemeinſchaftlichen Feind zu uͤbertreffen.“
Der offene und kriegeriſche Charakter Richards, der zwiſchen ſeinen Unterthanen, und denen Alexanders von Schottland keinen andern Unterſchied machte, als der aus ihrem Betragen auf dem Schlachtfelde hervorgieng, trug viel dazu bey, die Truppen beyder Nationen mit einander zu verſoͤhnen. Allein in Folge ſeiner Krank⸗
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