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Vertraulichkeit ein Theil ſeiner fruͤhern Gewohnheit; denn in den Zelten der morgenlaͤndiſchen, kriegeri⸗ ſchen Staͤmme nimmt das Pferd des Kriegers den naͤchſten Rang nach ſeinem Weibe und ſeiner Familie ein; ja es ſteht faſt hinſichtlich der Wichtigkeit auf gleicher Stufe mit ihnen; und bei dem europaͤiſchen Krieger erhuben gebieteriſche Umſtaͤnde ſein Streitroß faſt zu nichts Geringerem, als zu ſeinem Waffenbru⸗ der. Ruhig geſtatteten daher die Pferde, daß man ſie ihrem Futter und ihrer Freiheit entriß, und wie⸗ herten und ſchnaubten zutraulich um ihre Gebieter, als dieſe ihr Geſchirr zur weiteren Reiſe und Muͤhe zurechtlegten. Jeder Krieger betrachtete bei der Ver⸗ richtung ſeines eigenen Geſchaͤftes, oder der gefaͤlligen Huͤlfleiſtung, die er ſeinem Gefaͤhrten erwies, mit aufmerkſamer Neugierde das Pferdgeſchirr ſeines Rei⸗ ſegefaͤhrten, und merkte ſich, was ihm in der Art, wie er ſeinen Reitzeug anordnete, gls eigenthuͤmlich auffiel.
Ehe ſie zur Fortſetzung ihrer Reiſe zu Pferde ſtiegen, benetzte der chriſtliche Ritter nochmals Lippen und Haͤnde mit dem friſchen Quellwaſſer, und ſagte zu ſeinem heidniſchen Reiſe⸗Gefaͤhrten:„ich wuͤnſchte, ich wuͤßte den Namen dieſes ergoͤtzlichen Quells, um ihm ein dankbares Andenken zu weihen; denn nie⸗ mals loͤſchte Waſſer einen brennenderen Durſt köͤſtli⸗ cher, als heute dieſer Quell den meinigen.“


