37 hen, deſſen Glanz zehentauſendmal den Schimmer gan⸗ zer Gruben von Diamanten, wie der Deinige iſt, uͤberſtrahlt.“.
„Nun bei'm Eckſteine der Caaba,“ ſagte der Sa⸗ racene,„ich will deine Einladung ſo frei annehmen, als ſie ausgeſprochen worden iſt, wenn du deine jetzi⸗ ge Abſicht verſchieben willſt; und glaube mir, tapfe⸗ rer Nazarener, es waͤre beſſer fuͤr dich, wenn du dein Pferd nach dem Lager deines Volkes umlenkteſt; denn ohne Paß nach Jeruſalem reiſen, heißt dein Leben vorſaͤtzlich wegwerfen.“
„Ich habe einen Paß“ antwortete der Ritter, ein Pergament hervorziehend,“ von Saladin eigen⸗ haͤndig unterſchrieben, und mit ſeinem Siegel ver⸗ ſehen.“
Der Saracene beugte den Kopf tief zur Erde nieder, als er das Siegel und die Handſchrift des be⸗ ruͤhmten Sultan von Egypten und Syrien erkannte, und nachdem er die Schrift mit tiefer Ehrfurcht ge⸗ kuͤßt hatte, druͤckte er ſie an ſeine Stirne und gab ſie dem Chriſten mit den Worten zuruͤck:„Raſcher Fran⸗ ke, du haſt gegen dein und mein Blut geſuͤndigt, daß du mir dieß nicht zeigteſt, ehe wir zuſammentrafen.“
„Ihr kamt mit erhobenem Speere,“ ſagte der Ritter;„haͤtte eine Schaar Saracenen mich ſo ange⸗ fallen, ſo wuͤrde es ſich wohl mit meiner Ehre ver⸗ tragen haben, des Sultans Paß zu zeigen, allein diß


