Teil eines Werkes 
6. Band, Erzählungen von den Kreuzfahrern : 2. Erzählung, Der Talisman : 1. Theil (1826) Tales of the Crusaders. The Talisman
Entstehung
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19 ausgedehnt. Die Letztern waren in der That nicht mehr die fanatiſchen Wilden, die aus dem Mittel⸗ punkte der arabiſchen Wuͤſten, das Schwerdt in der einen, und den Koran in der andern Hand, gedrun⸗ gen waren, um den Tod oder den Glauben Moha⸗ meds oder, im gluͤcklichſten Falle, Sklaverey und Zins⸗ barkeit uͤber alle diejenigen zu verhaͤngen, welche ſich dem Glauben des Propheten von Mecca zu wider⸗

ſetzen wagten. In der That nur dieſe traurige Wahl

war den unkriegeriſchen Griechen und Syriern gelaf⸗ ſen worden; allein im Kampfe mit den abendlaͤndi⸗ ſchen Chriſten, die von einem eben ſo feurigen Eifer beſeelt waren, und ihnen an Muth und Waffenkunſt nichts nachgaben, nahmen die Saracenen allmaͤhlig einen Theil ihrer Sitten und beſonders jener ritter⸗ lichen Gebraͤuche an, die ſo ſehr geeignet waren, den Geiſt eines ſtolzen und eroberungsſuͤchtigen Volkes zu bezaubern. Sie hatten ihre Turniere und Ritterſpie⸗ le; ſie hatten ſelbſt ihre Ritter oder Perſonen von aͤhnlichem Range; vor allem aber hielten die Sarace⸗ nen ihr gegebenes Wort mit einer Gewiſſenhaftigkeit, die bisweilen die Bekenner einer beſſern Religion be⸗ ſchaͤmen konnte. Ihre Waffenſtillſtaͤnde, mochten ſie nun Nationen oder Individuen betreffen, wurden treu beobachtet; und ſo kam es, daß der Krieg, der an und fuͤr ſich ſelbſt vielleicht das groͤßte Uebel iſt, Ge⸗ legenheit gab, Treue, Edelmuth, Milde und ſelbſt freundliche Geſinnungen an den Tag zu legen, die 2⸗,