und der Sicherheit; dieß war vorzuͤglich der Fall in den alten Zeiten des Lehenweſens, in denen, da Krieg fuͤr die hauptſaͤchlichſte und wuͤrdigſte Beſchaͤftigung des Menſchen galt, die Zwiſchenraͤume des Friedens, oder vielmehr des Waffenſtillſtandes, jenen Kriegern, denen ſie ſelten zu Theil wurden, hoͤchſt erwuͤnſcht wa⸗ ren, und durch ihre nur voruͤbergehende Dauer noch verſuͤßt wurden.
5 Es war nicht der Muͤhe werth, eine fortdauernde Feindſchaft gegen einen Feind zu unterhalten, mit dem ein Kriegsheld heute gefochten hatte, und gegen den er morgen vielleicht wieder die blutige Waffe fuͤh⸗ ren mußte. Zeit und Gelegenheit gewaͤhrten heftigen Leidenſchaften einen ſo großen Spielranm, daß die Menſchen, wenn ſie nicht beſonders feindſelig gegen einander geſiunt oder durch die Erinnerung au indivi⸗ duelle Kraͤnkungen erbittert waren, in gegenſeitiger Geſellſchaft die kurzen Zwiſchenzeiten friedlichen Ver⸗ kehrs, welche ein kriegeriſches Leben geſtattete, froh
genoſſen.
je Anhaͤnger des Kreuzes und bes ander entſlammte, ward ſehr gemildert durch ein edlen Kaͤmpfern ſo natuͤrliches Gefuͤhl, das beſonders durch den Geiſt der Ritterlich⸗ keit genaͤhrt wurde. Dieſer letztere maͤchtige Antrieb hatte ſich allmaͤhlig von den Cyriſten auf ihre Tod⸗ feinde, die Saracenen in Spanien und Palaͤſtina,
ſche Eifer, welcher d Halbmondes gegen ein
Die Verſchiedenheit der Religion, ja der fanati⸗


