9 Ende ſeines gewichtigen cylinderfoͤrmigen Helms war mit keinem Buſche geſchmuͤckt. Waͤhrend die noͤrdli⸗ chen Kreuzfahrer ihre plumpe und ſchuͤtzende Ruͤſtung beybehielten, ſchienen ſie der Beſchaffenheit des Kli⸗ ma und des Landes, in das ſie, des Kriegfuͤhrens we⸗ gen, gekommen waren, Trotz zu bieten.
Das Geſchirr des Pferdes war faſt eben ſo plump und ſchwerfaͤllig, als die Ruͤſtung des Reiters. Das Thier trug einen ſchweren, mit Stahl belegten Sat⸗ tel, der vorn mit einer Art von Kuͤraß, und hinten mit einer Vertheidigungs⸗Ruͤſtung, welche die Lenden beſchuͤtzen ſollte, zuſammenhieng. Dann hieng eine ſtaͤhlerne Art, oder Hammer, Streitkolben genannt, am Sattelbogen. Die Zuͤgel waren durch Kettenwerk geſchuͤtzt, und der Stirnriemen des Zaumes beſtand aus einer ſtaͤhlernen Decke mit Oeffnungen fuͤr die Augen und Naſenloͤcher; in der Mitte hatte ſie einen kurzen ſcharfen Stachel, der auf der Stirne des Pfer⸗ des, gleich dem Horne des fabelhaften Einhorns, her⸗ vorragte.
Allein die Gewohnheit hatte die Ertragung dieſer laͤſtigen Ruͤſtung ſowohl dem Ritter als ſeinem mu⸗ thigen Roſſe zur zweiten Natur gemacht. Unzaͤhlige von den Kriegern, die aus dem Weſten nach Palaͤſti⸗ na eilten, ſtarben zwar, ehe ſie ſich an das heiße Kli⸗ ma gemoͤhnen konnten, allein fuͤr andere war dieſes Klima nicht nur nicht ſchaͤdlich, ſondern ſogar wohl⸗ thaͤtig, und unter die Zahl dieſer Gluͤcklichen gehoͤrte


