der die Schultern und die Kehle des Kriegers um⸗ ſchloß und den leeren Raum zwiſchen dem Kuͤraß und
dem Helme ausfuͤllte. Seine untern Gliedmaßen wa⸗ ren, gleich ſ einem Oberleibe, in biegſamen Panzer ge⸗ huͤllt, und dieſe ſchuͤtzten die Schenkel und Schienbei⸗
ne, indeß die Fuͤße in plattirten Schuhen ruhten, die den Panzerhandſchuhen entſprachen. Ein langer, breiter, ge⸗ rader und zweyſchneidiger Pallaſch mit einem kreuzartigen Griffe konnte als Seitenſtuͤck zu einem großen Dolche auf der andern Seite gelten. Die eigentliche Waffe
des Ritters war die lange mit der Stahlſpitze verſe⸗ hene Lanze. An ſeinen Sattel befeſtigt, und mit.
dem einen Ende in dem Steigbuͤgel ruhend, zog ſie ſich, waͤhrend er ritt, hinter ihm her, und entfaltete ihr kleines Faͤhnlein, um mit dem ſchwachen Hauche des Windes zu taͤndeln, oder in der regungsloſen Ruhe und Stille niederzuſinken. Zu dieſem laͤſtigen Anzuge kam noch ein ziemlich abgetragener Ueberrock von geſticktem Tuche, der inſofern nuͤtzlich war, daß er die brennenden Strahlen der Sonne von der Ruͤ⸗ ſtung verbannte, die dem Eigner ſonſt unertraͤglich geweſen ſeyn wuͤrde. Der Ueberrock trug an manchen Orten das Wappen des Beſitzers, das aber faſt ggnz unkenntlich war. Es ſchien ein liegender Leoparde zu ſeyn, mit dem Motto:„Ich ſchlafe, wecke mich nicht
auf.“ Derſelbe Sinnſpruch mochte auch auf ſeinem
Schild geſtanden haben, allein mancher harte Schlag hatte die Zuͤge ſaſt ganz vertilgt. Das flache obere


