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Paſtorin hat ſich längſt zur Ruhe begeben, und auch Sophie iſt ſchon vor langer Zeit hinaufgegangen in ihr Gemach. Er hat es gehört trotz ſeines Auf⸗ und Abwandelns, und er iſt ſtehen geblieben und hat ge⸗ horcht, wie ſie die Thür hinter ſich zudrückte.
„Schiebt ſie den Riegel vor?“ Er fragt es, dann lächelt er über ſich ſelber. Er weiß ja, die Frau Pa⸗ ſtorin hat es ihr ſtreng verboten, ſich einzuriegeln, es könnte ein Unglück geſchehen, während der Nacht es könnte Feuer ausbrechen und man könnte ſie vielleicht dann nicht retten.
Sie würde es nicht hören, wenn jetzt ihre Thüre geöffnet würde und Jemand zu ihr einträte. Der erſte Schlummer iſt der feſteſte, und zudem iſt der Hausflur, welcher von ſeinem Gemach hinüberführt nach dem ihren, mit einer dicken Strohmatte bedeckt, welche jeden Schritt unhörbar macht.
„Ja, ich will hinübergehen!“ flüſterte der Paſtor leiſe in ſich hinein.„Sie hat ſicherlich heute einen Brief von Marco empfangen! Ich las es auf ihrem Angeſicht. Ich will hinübergehen, denn ich muß wiſſen, was er ſchreibt!“
Er öffnet mit einem ſchnellen Ruck vorſichtig ſeine Thür. Sie hat nicht geknarrt, hat kein Geräuſch ge⸗
macht. Der Mond chheint durch die Fenſter über den 13*


