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in demſelben, als ſie eben, da er mit der Gattin ſein Abendbrod einnimmt, zu ihnen eintritt und mit haſti⸗ gen, eilenden Worten ihnen die Grüße von den Ver⸗ wandten meldet.
Er wirft einen langen prüfenden Blick in ihr An⸗ geſicht. Aber er fragt ſie nicht, weshalb es ſo leuch⸗ tet und weßhalb ein ſo glückliches Lächeln ihre— Purpurlippen umſpielt. Die Frau Paſtorin aber grollt der Tochter, daß ſie ſo ſpät kommt und daß ſie ihre Zeit vergeude droben im müßigen Geplauder mit den eitlen und faulen Damen. Und ſie verſteht es, die in⸗ nere Freude Sophiens zu dämpfen und den Glanz in ihren Augen und das Lächeln von ihren Lippen zu verdrängen.
Der Paſtor unterbricht endlich ſeine keifende Gat⸗ tin, indem er ihr und der Tochter den Abendgruß ſpendet und ſie auffordert, mit ihm das Abendgebet zu beten
Dann wünſchte der Paſtor ihnen gute Nacht und geht wieder hinauf in ſein Arbeitszimmer.
Die Lampe ſteht auf ſeinem Schreibtiſch und be⸗ leuchtet das Zeitungsblatt und die Bibel, welche dicht. daneben liegt und heute nicht einmal aufgeſchlagen iſt. Durch die unverhüllten Fenſter ſcheint der Vollmond hinein und wirft einen langen ſilbernen Streifen durch das Gemach. Im Hauſe iſt alles ſtill geworden. Die


