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„Eure Majeſtät wiſſen, daß die Zeit gährt und allerlei ſchlimme Dinge in ihr brauſen und kochen“, erwiderte Rochow achſelzuckend.„Es gibt leider Par⸗ teien im Volke; die ſonſtige Einigkeit, der ſonſtige Friede iſt gewichen, und die Sturmfluthen, welche aus dem revolutionären Frankreich herüberbrauſen, haben auch auf uns ihre Wirkung geübt. Die Leute gehor⸗ chen nicht mehr willig wie ſonſt, ſondern, wenn ſie ge⸗ horchen müſſen, ſo raiſonniren ſie wenigſtens; die Dummen halten ſich jetzt klug genug, um über Alles ein Urtheil zu haben.“
„Ja, ja“, ſagte der König mit einem ſpöttiſchen Lächeln,„das iſt die Geſchichte von dem beſchränkten Unterthanenverſtand, mein lieber Rochow. Das Volk will Ihnen beweiſen, daß Sie im Irrthum geweſen, als Sie von dem beſchränkten Unterthanenverſtande ſprächen, und jeder Einzelne will Ihnen zeigen, daß er klug genug iſt, über Alles zu reden.“
„Ja, Majeſtät, über Alles, ſelbſt—“
„Selbſt über mich; das wollten Sie doch ſagen?“ fiel ihm der König raſch ins Wort.„Das iſt es eben, was ich erfahren wollte. Offen und ehrlich, Rochow. Wie denkt das Volk über mich? Wie ſhrict man von mir?“
„Majeſtät“, erwiderte Rochow ausweichend
„„d


