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fallen, nimmt das dargereichte Fläſchchen Eau de Cologne, ſpritzt es ſich über die Kleider und wäſcht darin ſeine Hände, pfropft es dann höchſteigenhändig zu und läßt das Fläſchchen, wie die anderen Dinge, zur Erde niederfallen. Es iſt das auch eine Gewohn⸗ heit Sr. Majeſtät, und als er hinausgegangen, leſen die Kammerdiener die gebrauchten Dinge von der Erde auf, demüthige Sklaven ihres ſtolzen Herrn!
Se. Majeſtät hat ſich in ſein Cabinet begeben und ruft mit ſeiner dünnen, etwas ſcharfen Stimme in das Vorzimmer hinein:„Der Miniſter von Ro⸗ chow!“
Sogleich öffnet ſich die Thür, und der Gerufene tritt ein mit ſeinem Portefeuille in der Hand. Er neigt ſich demuthsvoll vor Sr. Majeſtät.
„Rochow“, ruft ihm der König entgegen, indem er ſich ſchwerfällig auf den Lehnſtuhl niederwirft, der krachend unter ihm zittert,„Rochow, Sie haben mir gelobt, daß Sie mir allezeit die Wahrheit ſagen wollen.“
„Ja, Majeſtät, das habe ich gelobt, und ich werde mein Gelübde halten allezeit“, erwiderte der Miniſter, indem er bedächtig herantrat und ſich auf den Rohr⸗ ſtuhl, auf welchen die Hand des Königs deutete, nie⸗
derließ. 2*½


