Teil eines Werkes 
2. Abtheilung : 2. Band (1874)
Entstehung
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kungen und Kriſen unterworfen ſein, die zuletzt, in nothwendiger Steigerung, auch die Grundfeſten des Reiches ſelbſt erſchüttern müſſen?

In dieſer Charakteriſtik liegt die ganze Regierungs⸗ geſchichte, das Walten, Kämpfen und Leiden des Mo⸗ narchen ausgedrückt Friedrich Wilhelm IV. Begin⸗ nen, Herrſchen und Enden.

Und Herr Eichhorn ſollte der Mann ſein, die Ideen des Königs ſtaatlich zu verwirklichen; der chriſt⸗ liche Staat, wie Eichhorn ihn ſich dachte, war nicht der Staat der Duldung und Menſchenliebe, der Frei⸗ heit und Bildung, die reinſte Blüthe des mit ſich ſelbſt

verſöhnten, in ſich ſelbſt vollendeten Menſchenthums, es war ein eifervoller ausſchließender Staat, der die

ihm fremden Elemente der Wiſſenſchaft und Bildung mit Ingrimm von ſich ſtieß, ein eher jüdiſcher als chriſtlicher Staat.

An das Drillen von Beamten gewöhnt, ohne Ahnung von der poetiſchen Schwungkraft des Königs, welche über alle Hemmniſſe hinwegflog und ſeine reli⸗ giöſen Anſichten verklärte, ward alles das, was bei dem Könige poetiſch und phantaſtiſch, voller Lebensfülle, bei ſeinen Feinden nackt, dürre Proſa, eine öde trübe Fläche, ein leerer Bogen Papier, auf dem nichts zu ſehen als die vorſchriftsmäßigen Tabellen bureaukra⸗

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