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7 laſſen? Werden, o werden nicht Augenblicke kommen, wo ſie gewaltſam wieder in ihre Rechte tritt und der Künſtler in verwegenen Sprüngen die gemeſſenen Bah⸗ nen des Königs kreuzt? Dieſe lebhafte Phantaſie ent⸗ artet und verwildert in der Oede eines fremdartigen Lebens, wird ſie nicht auf Augenblicke die Majeſtät des Königs überraſchen und ſich zu gefährlichem Spiel eines Scepters bemächtigen, das nur von dem beſon⸗ nenen Ernſt, der gewiſſenhaften Einſicht eines Königs geleitet werden darf?
Ermüdet von der Arbeit des Herrſchers, erſchöpft, verſtimmt, gelangweilt von der ſpröden Wirklichkeit, wird er ſie nicht wieder in ſich aufſteigen fühlen, wer⸗ den ſie ſich nicht zu ihm ſetzen auf das Polſter ſeines Thrones, ihn begleiten in den Rath ſeiner Miniſter, ſein Ohr gefangen nehmen, ſeine Blicke trüben, jene phantaſtiſchen Träume, jene Täuſchungen und Irr⸗ thümer, jene Grillen und Launen des Künſtlerlebens?
Dieſe Herrſchaft über die Sprache ſelbſt, dieſe leichtſtrömende glanzvolle Beredtſamkeit, die den fürſt⸗ lichen Scholaren auszeichnet— wird ſie nicht gefähr⸗ lich werden in einer Stellung, deren Erhabenheit nur eine einzige Sprache verträgt, die Sprache der That?
Und wird endlich bei ſo vielen Widerſprüchen und inneren Kämpfen nicht der ganze Charakter Schwan⸗


