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tiſchen Schematismus. Der König wollte Leben und Bewegung, Eichhorn kannte nur Tod und Stillſtand, der König war vielſeitig und duldſam, er konnte ſich ebenſo für Hengſtenbergs als für Humboldts Anſichten intereſſiren, Eichhorn war ein einſeitiger Nachahmer und Handlanger und verpflanzte dieſe Einſeitigkeit in alle Gebiete ſeines amtlichen Wirkens, in Religion, Kunſt und Wiſſenſchaft.
Der König zog Männer der verſchiedenſten religi⸗ öſen Richtung in ſeine Nähe, er ließ den alten Seher Schelbing und den alten Spötter Tieck, die naiven Brüder Grimm und den rationell nüchternen Dahl⸗ mann nach Berlin kommen— Eichhorn ſtellte im Staate neue Leute an, die fromm waren oder es zu ſein heuchelten— nur dieſe wurden befördert. Er vertrieb die Anhänger der Hegel'ſchen Philoſophie aus ihren Aemtern in ungeſchickteſter, ſchroffſter Weiſe und dieſe Unteroffiziermanier, in der er herrſchte, ſchadete dem Könige unendlich. Eine der hellſten Perlen im Diadem der preußiſchen Krone war von jeher die Pflege der Wiſſenſchaften geweſen, Eichhorn machte aus den preußiſchen Univerſitäten Dreſſur⸗Anſtalten, in denen das probemäßige, religiöſe Bekenntniß mehr galt als geiſtige Befähigung und Wiſſen. Er warnte junge Gelehrte durch ein Reſkript, ſich der Carriere


