Teil eines Werkes 
3. Band (1873)
Entstehung
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Weshalb? Gebe ich Dir nicht Lohn genug? Sage es und ich werde Dir eine Zulage geben.

Nein, Herr Geheimrath, ich weiß, daß ich nir⸗

gends wieder ſo einen guten Dienſt bekommen werde; aber

Was iſt es ſonſt? unterbricht ihn ſein Herr ungeduldig,ſprich doch, Friedrich! Sage doch, wes⸗ halb Du gehen willſt. Vielleicht läßt es ſich ändern! Ich möchte einen ſo treuen Diener, wie Du es immer geweſen, nicht gerne verlieren. Sage, worüber biſt Du unzufrieden, und wir wollen uns bemühen, Dir gefällig zu ſein.

Herr, ich bitte, fragen Sie mich nicht weiter, ich kann's nicht ſagen; ich bitte nur um meine Ent⸗ laſſung.

Du kannſt es nicht ſagen? fragte der Geheim⸗ rath zornig und angſtvoll zugleich.Es iſt alſo etwas ſehr Schlimmes; Du haſt wol auch gehört, daß ſie mir einen Fackelzug bringen wollen? Nein, unter⸗ bricht er ſich ſelbſt,es iſt Thorheit! Sage mir ehr⸗ lich, Friedrich, weshalb willſt Du gehen? Ich ver⸗ lange es von Dir; ich habe Dich immer gut gehalten, und ich bin Dir ein guter Herr geweſen. Iſt das nicht wahr?