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den Unglücklichen der Vergangenheit, nun nach Berlin kommen werde und daß er es ſei, der den Fackelzug veranſtalten wolle, den Fackelzug, den furchtbaren Fackelzug.
Es muß wahr ſein! Hat Herr von Rochow nicht auch ſchon davon geſprochen? Wenn es nun heute geſchehe, wenn ſie ihm heute ſchon den Fackelzug brächten? Wenn— ah! was iſt das? Er ſchreit auf und ſpringt von ſeinem Seſſel empor, denn es dringt ein Feuerſchein in ſein Zimmer herein.„Sind ſie ſchon da mit den Fackeln?“ Nein, es iſt nichts, es iſt nur der Diener, der alte Friedrich, der den Armleuchter hereinbringt.
„Wie kannſt Du mich nur ſo erſchrecken, Fried⸗ rich?“
Der Diener ſieht ihn ganz verwundert an und ſetzt den Leuchter mit den Lichtern langſam auf den Tiſch nieder.
„Verzeihung, Herr Geheimrath, es iſt dunkel und Sie haben befohlen, daß, ſobald es dunkelt, man Ihnen Licht bringen ſoll.“
„Ja, es iſt wahr. Vergib, lieber Friedrich, daß ich ſo heftig war. Ich glaube, ich habe geſchlafen“, ſagte er begütigend;„ich war ſo erſchrocken, aber ich


