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ſchließt die Augen, und es war ja ſo ſtill um ihn her, was konnte ſeinen Schlummer ſtören?
Nein, es iſt nicht ſtill und er iſt nicht allein. Die Erinnerungen an die Vergangenheit umrauſchen und umflüſtern ihn, und ſie ſprechen zu ihm mit lau⸗ ten und klagenden, mit drohenden und wilden Stim⸗ men! Sie zeigen ihm trübe und entſetzliche Bilder; und ob er auch die Augen geſchloſſen hat, er muß ſie doch ſehen. Sie ſprechen zu ihm mit wilden Ver⸗ wünſchungen und jammernden Tönen, und ob es auch ſtill um ihn iſt, in ſeinem Herzen klingt es und tönt es laut, und er muß hören, was die Stimmen zu ihm ſprechen.
Sie klagen ihn an, daß er auf bloßen Verdacht hin gar Viele beſchuldigt und in die Gefängniſſe ge⸗ bracht hat.„Und warum haſt du es gethan?“ ſo fragen ſie ihn.„Du haſt es gethan, um dich unent⸗ behrlich zu machen, um deinen Eifer für die Sache zu zeigen, welche du die gute nennſt! Du haſt es ge⸗ than, um emporzuſteigen, um mächtig und groß zu werden, und du biſt es geworden!“ ſo ſchreien ſie ihm zu.„Du biſt groß und mächtig geworden durch unſer Unglück! Unſer Jammer und Elend haben dich emporgetragen, und aus dem kleinen Schreiber, aus
dem unbedeutenden Mann iſt ein angeſehener und


