Teil eines Werkes 
3. Band (1873)
Entstehung
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eine friedliche Stille ihn umgibt. Draußen auf der Straße rollen die Wagen auf und nieder, da iſt Geſchrei und Geräuſch aller Art, und er horcht darauf mit dem glücklichen Bewußtſein, daß all dieſes wilde Ge⸗ treibe draußen vor den Mauern des Hauſes verhallt und nichts von dem wilden Wogen des Lebens hier in das Gemach hineinbrauſen kann.

Mögen die Menſchen da draußen ſich plagen und ſich abmühen und abhetzen um ihres Lebens Nothdurft und Begehr! Mein Tagewerk iſt vollbracht und der Abend macht aus mir einen freien Menſchen, der ſich ſſelbſt leben kann.

Ja, einen freien Menſchen! ruft er ganz laut und triumphirend ſich ſelber zu. Dann bebt er leiſe zuſammen bei dem Tone ſeiner Stimme und wirft einen ſchnellen, forſchenden Blick durch das dunkle Gemach umher. Ach, wie thöricht, zu erſchrecken vor dem Worte; es iſt ja wirklich wahr, er iſt ja frei, frei und allein.

Ja, frei und allein! Er wiederholt ſich das mehrmals mit ſeligem Behagen und lehnt das Haupt in die Polſter des Seſſels zurück.

Iſt er allein oder gibt es wirklich Geſpenſter, wie der Herr von Haſſenpflug behauptet?

Herr von Tzſchoppe möchte gerne ſchlafen, er